Singeln in der Maxvortadt

Heute schreibt  Max Mux von maxvorstadtmuenchen.de einen Gastbeitrag für unseren Blog:

„Liebe muechnerSingles, mein Name ist Max Mux, Single aus der Maxvorstadt. Sicherlich nicht der einzige und erst recht nicht der letzte. Gott sei Dank, denn so kann ich jeden Tag aufs Neue mein Singleleben in der Maxvorstadt genießen. Doch was heißt eigentlich „Single sein in der Maxvorstadt“?

Kurze und einfache Antwort: Man ist nie allein! Es klingt komisch, da der Begriff Single für die Merkmal „allein“, „ohne Partner“, „Einzelspieler“, „alleinstehend“ (ich hasse diesen Begriff) steht – aber es ist so. Ich finde immer jemanden zum reden und zum nachdenken. Jeden Tag lerne ich  neue Menschen kennen und niemals habe ich dabei den Gedanken: „Oh Gott der Winter steht vor der Tür. Ich muss mein Nest bauen, Futter sammeln und mich paaren.“ Nein es geht um die Zwanglosigkeit, um die Offenheit und um das Verständnis zu wissen, das da auch noch andere Singles sind.

Schelling-, Türken– und Amalienstraße sind ein Catwalk, ein Lächeln da, ein Blick dort. In den Cafes sitzen Menschen allein (die sind so wie ich), trinken Kaffee, lesen Zeitung – „Darf ich mich setzen?“ aus dem Einzel wird ein Doppel, so einfach ist es in der Maxvorstadt. Natürlich muss jeder über seinen eigenen Schatten springen, doch die Maxvorstadt ist die weltoffene Schönheit Münchens. Jeder hat was zu sagen oder zu erzählen und ist für jeden dankbar, der zuhört, ob für fünf Minuten, eine Stunde, einen Tag, einen Monat, ein Leben.

Danke Max, eine wirklich tolle Analyse! – Gerne! :-) – Kommen wir zur Praxis. Meine absoluten 5 Must Do’s für ein Single Wochenende in der Maxvorstadt:

1) Samstagmorgen (in der Maxvorstadt zwischen 11-14Uhr) – Einfach raus auf die Straßen. Einen Coffee to Go in der Amalienstraße bei Coffee Fellow und mit der Bedienung mindestens 10 zusammenhängende Sätze sprechen. Vielleicht auch mit einem anderen Gast, der auf den leckeren Milchkaffee wartet. Das ist das Warm-Up, einfaches Lockermachen, bitte nicht verkrampfen. Hier geht es nicht um das erste Date.

2) Samstagmittag – Essenszeit. Das war’s schon. Sie haben bis hierher mindestens zwei große Caffé Latte getrunken und fünf Gespräche geführt. Ihre Hände sind kalt und feucht und sie merken wie sie leicht über dem Boden schweben. Essen sie was, sonst fallen sie noch hin.

3) Samstagabend – Eine kleine Kneipentour durch die Maxvorstadt und am besten dorthin, wo nicht nur Singles verkehren, sondern wo Körperkontakt und Smalltalk auf Grund der Enge jederzeit gefordert werden. Den Anfang macht das Eat the Rich in der Heßstraße, dann runter in die Vega Bar um letztendlich im Schall und Rauch zu enden. Auf dem Weg trifft jeder jeden, also immer lächeln.

4) Sonntagmorgen – Haben sie Kopfschmerzen? Sind sie noch in Single? Zweimal ja – okay. Am Sonntagmorgen geht es Richtung Pinakotheken, denn dort tummelt sich jetzt das Volk. Ob wegen den niedrigen Eintrittspreisen oder dem Interesse an der Kunst bleibt dahingestellt. Nichts ist einfacher als nebeneinander vor einem Bild zu stehen und andächtig zu nicken. Versuchen Sie es doch mal mit einem „Wunderschön“ – sie werden ein interessantes Gespräch führen. Aber bitte ehrlich bleiben – denn wer keine Ahnung von Kunst hat, der fliegt schnell auf die Nase.

5) Sonntagnachmittag – Das ist das wichtigste „Must Do“ was mir einfällt. Sie haben die letzten 36 Stunden nichts anderes gemacht als mit fremden Menschen zu reden, sie kennenzulernen und ihre Geschichten zu hören. Gehen Sie in ihre Wohnung machen Sie die Tür zu und genießen sie es, denn eines kann ich Ihnen versprechen, die Maxvorstadt läuft ganz bestimmt nicht weg.

Ihr Max Mux


Ein Gedanke zu „Singeln in der Maxvortadt

  1. Tim

    Schöner Gastbeitrag Max. Auch ich bin Single und bin momentan auf der Suche nach einer neue Liebe. Du hast gut beschrieben was es heiß Single zu sein :-) Timy

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